Hintergrund
Gründe für die Erfassung von Bestands- und Ereignisdaten
- belastbare und repräsentative Bestands- und Ereignisdaten der Gas- und Wasserinfrastrukturen sind unerlässlich für eine nachhaltige Setzung von technischen Regeln
- speziell für die Gasversorgung muss der DVGW über Schaden- und Unfallereignisse im Dialog mit den Behörden auskunftsfähig sein
- auf Empfehlung des Bund-Länder-Ausschusses „Gaswirtschaft“ wurde die Schaden- und Unfallstatistik des DVGW auch gasseitig in den Status einer technischen Regel im Sinne des §49 EnWG überführt
- damit wird die energierechtliche Bedeutung zur verbindlichen Beteiligung an der Datenerhebung verdeutlicht
- die Struktur- und Schadenserfassung ist nun in den DVGW-Regelwerken W 402 und neu: G 410 geregelt
- ab März 2012 Umstellung auf neue Datenbasis: nur noch webbasierte Erfassung
Vorteile für die Unternehmen
- Gesamte Gas- und Wasserinfrastruktur kann betriebsübergreifend betrachtet werden
- Trends bei der Schaden- und Unfallentwicklung können durch regelmäßige Berichte des DVGW frühzeitig erkannt und bewertet werden
- durch vollständige Beteiligung repräsentative Aussagekraft gegenüber Öffentlichkeit, Politik und Behörden
- DVGW stellt den Unternehmen ein webbasiertes Eingabetool zur Verfügung
- DVGW definiert eine XML-Schnittstelle für die Weiterverwendung in vorhandene unternehmensinterne Datenbanksysteme
- Neues Eingabetool ist gleichzeitig nutzbar für die Datenmeldungen nach § 52 EnWG an die Bundesnetzagentur
Beteiligung ist Pflicht (Gas)
Zur Gewährleistung des ganzheitlichen Sicherheitskonzeptes und der Technischen Selbstverwaltung ist eine Beteiligung aller Gasversorgungsunternehmen an der Schaden- und Unfallstatistik nicht nur wünschenswert sondern unerlässlich. Darüber hinaus ist durch die Forderung der Energieaufsicht, eine entsprechende Statistik zu führen, die Beteiligung aller Gasversorgungsunternehmen verpflichtend.
Ab Einführung des DVGW-Arbeitsblattes G 410 und der nach § 49 EnWG geltenden Vermutungsregel zur Einhaltung des DVGW-Regelwerkes wird von einer vollumfänglichen Beteiligung der Gasnetzbetreiber an der Statistik ausgegangen.